Lena Goeßling – Golden Girl

„Unsere Mannschaft hat in Rio Geschichte geschrieben.“

​Sie ist Leistungsträgerin im Mittelfeld des VfL Wolfsburg und in der deutschen Nationalmannschaft. In diesem Sommer hat Lena Goeßling ihrer beeindruckenden Titelsammlung (Champions League, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal, Europa- und U19-Weltmeisterschaft) auch noch Gold bei Olympia hinzugefügt. Im Gespräch mit Volkswagen sprach die 30-Jährige über Kabinensounds, Fashion und das Olympiagold von Rio de Janeiro.

Lena Goeßling die Liste der von Ihnen gewonnenen Titel ist lang. Was bedeutet Ihnen die Goldmedaille?

Sie hat einen sehr, sehr hohen Stellenwert für mich. Unsere Mannschaft hat in Rio Geschichte geschrieben, noch nie zuvor hatten deutsche Fußballfrauen Gold bei Olympia gewonnen. Ich bin unglaublich stolz, das mit der Mannschaft erreicht zu haben. Und diese Gefühle, die da entstanden sind, als wir die Medaille umgehängt bekommen haben, als die Nationalhymne gespielt wurde – das war einfach grandios. Da sind mir die Tränen gekommen. Ein Augenblick, den ich nie vergessen werde.

Beim VfL Wolfsburg geben Sie vor Spielen gern den Kabinen-DJ. Haben Sie diesen Job auch im Maracanã-Stadion vor dem Finale von Rio übernommen?

Ja, die Playlist habe ich mit meiner Nationalmannschafts-Zimmerpartnerin Anja Mittag zusammengestellt. In der Kabine liefen vor dem Finale unter anderem: „Final Song“ von MØ, „Baila“ von DeeJero und „Millionaire“ von Digital Farm Animals.

Was sollte Musik haben, damit sie Lena Goeßling gefällt?

Tempo! Gerade in der Kabine darf sie nicht einschläfern. Wir hören keine Heavy-Metal-Songs, manchmal Hip-Hop, Electro oder Techno weniger, eher House. Viele coole Empfehlungen erhalte ich über Spotify und stelle daraufhin meine eigenen Playlists zusammen. Zu Hause höre ich aber gern ruhige Musik.

Mit dem Olympiasieg haben Sie in Ihrer Karriere nun fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Gibt es schon Pläne für die Zeit nach der aktiven Karriere?

Ich mache mir schon meine Gedanken. Doch bis es soweit ist, wird es noch einige Zeit dauern. Ich bin noch hungrig und mit dem VfL Wolfsburg verfolgen wir in dieser Saison hochgesteckte Ziele.

Kommen in diesen Überlegungen Familie und Kinder vor?

Erst einmal möchte ich noch zwei, drei Jahre spielen. Und wenn ich dann mit dem Fußball aufhöre, will ich meine freie Zeit genießen. Aber einen Kinderwunsch habe ich in jedem Fall, ohne mich jetzt auf eine Zahl festlegen zu wollen – Hauptsache, sie sind gesund.

Sie gelten als eine Frau, die Wert auf ihr Äußeres legt. Auch beim Spiel. Weshalb machen Sie das?

Ich mache das für mich selbst, weil ich mich so wohl fühle. Ich finde es zum Beispiel schön, wenn man gepflegte Nägel hat. Das gilt natürlich nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Alltag. Da bevorzuge ich sportlich-legere Outfits, ab und an auch mal hohe Schuhe, in der Regel aber Sneakers.

Davon sollen Sie eine große Sammlung besitzen, benötigen Sie dafür schon ein eigenes Zimmer in Ihrer Wohnung?

Ja, das bräuchte ich tatsächlich (lacht). Ich besitze so an die 40 Paar Sneakers – für jede Situation und für jeden Anlass habe ich mein Lieblingspaar.

Sie verbringen gerne einen Tag in der Autostadt. Würden Sie sich als Autonärrin bezeichnen?

Das nicht, aber ich mag Autos. So eines wie das weiße Golf Cabrio 2.0 TDI, das ich momentan fahre. Im Sommer ist ein Cabrio natürlich super. Aber fragen Sie mich jetzt bitte nicht, wie viel PS der Wagen hat. So etwas kann ich mir einfach nicht merken – wobei mir schon wichtig ist, dass es sich sportlich fahren lässt. Und schick sollte es auch sein.

Wie entspannen Sie sich?

Ich spaziere in Wolfsburg gerne am Allersee entlang oder fahre nach Gifhorn zum Tankumsee. An beiden Orten kann ich gut abschalten und komme auf andere Gedanken. Das gelingt mir allerdings auch in meiner Wohnung ganz gut.

Wie sieht Ihre Wohnung aus?

Meine Wohnung in Wolfsburg habe ich ganz bewusst sehr schlicht eingerichtet: mit Möbeln in Hochglanzweiß und Beige-Braun, die gut zum Parkettfußboden passen. Auch hier ist mir wichtig, dass das, was mich umgibt, zueinander passt und meinen Geschmack widerspiegelt. Also nichts Schrilles, Buntes oder Flippiges.

Auffallen um jeden Preis scheinen Sie nicht zu mögen?

Nein, auffallen muss ich nicht.

Aber auf dem Fußballfeld spielen Sie im Mittelfeld – zentraler und mehr im Fokus geht nicht, oder?

Ja, aber auf dem Platz ist das für mich okay. Das habe ich mir erarbeitet und die zentrale, wichtige Position drückt natürlich auch eine gewisse Wertschätzung meines Könnens aus.

Sie sind mit einem Zwillingsbruder aufgewachsen, der Sie auch zum Fußball gebracht hat.

Das stimmt. Und er hat mich auch motiviert, weiterzumachen, als ich irgendwann nicht mehr zum Training gehen wollte. Heute sehen wir uns leider nicht mehr so oft, weil er als Polizist in Köln arbeitet – und das ist natürlich schon eine Distanz. Wobei sich das nach dem Tod unseres Vaters im Frühjahr dieses Jahres geändert hat. Seither ist unser Verhältnis wieder enger geworden.

Haben Sie bei der Siegerehrung in Rio an Ihren Vater gedacht?

Ich habe bereits während der Spiele zuvor ganz oft an ihn gedacht. Ob er das sieht? Ob er das irgendwie miterlebt? Das waren dann schon sehr emotionale Momente. Auch nach dem Halbfinale, als ich realisiert hatte, dass wir wirklich ins Endspiel eingezogen sind. Da habe ich nach dem Abpfiff einfach so in die Leere geguckt und an meinen Vater gedacht.

Also ist Ihre Goldmedaille in gewisser Weise …

… ja, sie ist ein Geschenk für meinen Vater.

​Lena Goeßling

Geboren am 8. März 1986 in Bielefeld, kam über ihren Zwillingsbruder Arne zum Fußballspielen. Seit 2011 trägt Goeßling das Trikot des VfL Wolfsburg und hat seither zweimal die Champions League, zweimal den deutschen Meistertitel und dreimal den DFB-Pokal gewonnen. Nach dem Sieg bei der Europameisterschaft 2013 krönte die 30-Jährige ihre Karriere im August 2016 mit dem Gewinn der olympischen Goldmedaille bei den Spielen in Rio de Janeiro.


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